1974 Realisation durch Radio Basel. Deutschschweizer Beitrag für den Prix Italia. Mit dem Preis des Schweizer
Radio 1974 ausgezeichnet.
Die Vorsehung bestimmt dem machtberauschten Gilgarnesch, König des
südbabylonischen Uruk, den einstigen Tier-Menschen Enkidu als Gefährten, um ihn vom forcierten Mauerbau abzulenken
und seine Untertanen von der Fron zu erlösen, kurz: um ihn zum Menschen zu machen. Nach unentschiedenem Zweikampf
werden Gilgamesch und Enkidu unzertrennliche Freunde. Die beiden Helden ziehen auf Aben-teuer aus, töten den
Riesen Chuwawa und fällen die heilige Zehder der Göttin Ischtar, deren Liebesverlangen der junge König verächtlich
ignoriert. Als die beiden auch den gegen sie losgelassenen Himmelstier töten, fällt göttlicher Fluch auf sie:
Enkidu muß sterben, Gilgamesch Siechtum und Tod des einzigen Wesens erleiden, an das er sich gebunden hat.
Der Tod Enkidus ist ein multimediales Stück, das in jeder heutigen Aufführungspraxis des Konzert- und
Theaterbereichs und der Medien verwirklicht werden kann. Die Aktion ist nach innen verlegt: sie beschränkt sich
auf die stufenweise Todeserfahrung Gilgameschs angesichts des Siechtums seines Freundes.
Die ausführliche Gesamt-Erörterung dieses Werkes zeigt
der Buchausschnitt mit vollständigem Werk-Eintrag.