Uraufführung: im Montagsstudio des Zürcher Stadttheaters 1954 und während der Junifestwochen 1955.
Leitung: Victor Reinshagen.
Der Hauptmann im Dienst des Königs de Villars hat während einer Razzia gegen die Hugenotten die Marquise de la Force zutode gefoltert, um das Versteck des Marquis zu erfahren. Als die Waffen ruhen, verirrt er sich während eines Unwetters und sucht auf dessen Schloß Zuflucht. Zu spät erkennt er den Tatort und befürchtet, während der Nacht seinerseits Opfer der Rache zu werden. Der Marquis ringt sich, mit dem Dolch schon über den Schlafenden gebeugt, zur Vergebung durch. De Villars, erschüttert von diesem Großmut, gibt vor seiner Wegreise eine Botschaft preis, die den Hugenotten beim Wiederaufflammen des Glaubenskonflikts rettende Chancen einräumt.
Diese Kammeroper, deren Orchesterbesetzung ich bei Gelegenheit auf ein Instrumentalensemble von 13 Musikern zu reduzieren suche, um der reduzierten Besetzung auch von dieser Seite her gerecht zu werden, bildet den Abschluß meiner intensiven Auseinandersetzung mit der Dodekaphonik. Das Prinzip "freier Reihen" und der Bildung von harmonischen Binnenfeldern durch die Möglichkeit der Wiederholung von Untergruppen der Reihe sichert der Partitur das Einbringen meines persönlichen Chromas.
1964 meldete mir der Verlag die Annahme des Werkes zur deutschen EA in Oberhausen, zu der es infolge der Schließung der dortigen Opernbühne nicht mehr kam.
Der vollständige Eintrag zu diesem Werk
Hier in einer weiteren Aufnahme: Erklärungen des Komponisten zur
Kompositionstechnik in diesem Werk