Uraufführung 1950 im Casinosaal Basel anläßlich eines Sinfoniekonzerts
unter Leitung von Alexander Krannhals.
Das Werk erlebte bis Mitte der 60er Jahre weltweit über 100 Aufführungen,
u.a. auf Tournee des Philadelphia Orchestra unter Eugene Ormandy in der Carnegie Hall New York.
Die Bogenform faßt auch die drei Hauptteile der Passacaglia zusammen. Zu Beginn der Einleitung wird über einem
pulsierenden Orgelpunkt das spätere Baßthema vorgestellt, umrankt von den Keimzellen weiterer Motive, die später
wichtig werden. Der euphorische Aufschwung mündet in einer verinnerlichten kammermusikalischen Episode, worauf die
Baßklarinette das Thema in seiner definitiven Gestalt exponiert. - Die eigentliche Passacaglia wird von
16 Wiederholungen des Baßthemas fundamentiert, wobei dieses im Verlauf von drei Steigerungen auch auf die Oberstimmen. Die Nebenmotive verdichten sich zu einem Gegenthema, das in einem Fugato zeitweise das Baßthema in den
Hintergrund drängt, bis dieses in Akkordblöcken ausharmonisiert, das „letzte Wort” zu tönen scheint. Den Werkhöhepunkt
bildet jedoch die mysteriöse Episode der Einleitung, die jetzt „sieghaft” den Themawiederholungen ein Ende
setzt. - Im Epilog löst sich das Thema wieder in seine Bestandteile auf, wird „Erinnerung”. Eine aufsteigende Passage
der Solovioline führt zum ins Kosmische weisenden Schluß.
Erstmals erscheint die in meiner Arbeit immer wichtiger
werdende gegenläufige „chromatische Rückung”........
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